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Market Order im Forex-Trading erklärt

Was eine Market Order ist, wie sie funktioniert und wann Sie sie als Einsteiger sinnvoll einsetzen

Thomas Weber
By Thomas Weber Senior Finanzanalyst
Schnelle Antwort

Was ist eine Market Order im Forex- und CFD-Trading?

Eine Market Order ist ein Auftrag, ein Währungspaar oder einen CFD sofort zum aktuell besten verfügbaren Marktpreis zu kaufen oder zu verkaufen. Sie garantiert die Ausführung, aber keinen exakten Kurs. Im Forex-Trading ist sie der Standard-Ordertyp für schnelle Ein- und Ausstiege.

Basierend auf Broker-Dokumentationen, regulatorischen Quellen und redaktioneller Analyse

Market Order Erklärung: So funktioniert die Ausführung im Detail

Eine Market Order ist ein unlimitierter Auftrag, der sofort zum nächstmöglichen handelbaren Kurs ausgeführt wird - vorausgesetzt, es ist ausreichend Liquidität im Markt vorhanden. Im Forex-Kontext bedeutet das konkret: Wird EUR/USD zu 1,0745 (Bid) und 1,0746 (Ask) quotiert, dann wird eine Kauf-Market-Order zum Ask-Kurs von 1,0746 ausgeführt, eine Verkaufs-Market-Order zum Bid-Kurs von 1,0745.

Bid, Ask und der Spread

Der Unterschied zwischen Bid und Ask ist der Spread - und das ist der sofortige Kostennachteil, den Sie beim Einstieg über eine Market Order tragen. Bei liquiden Majors wie EUR/USD kann dieser Spread bei regulierten Brokern unter 1 Pip liegen. Bei exotischen Währungspaaren oder in Zeiten geringer Liquidität kann er deutlich größer sein. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel Was ist ein Spread im Forex Trading?

Slippage: Der unterschätzte Faktor

Slippage beschreibt die Abweichung zwischen dem angezeigten Kurs im Moment des Klicks und dem tatsächlichen Ausführungskurs. Sie entsteht, weil zwischen Ihrer Ordererteilung und der Ausführung im Markt eine minimale Zeitspanne liegt - und Märkte sich in dieser Zeit bewegen können. Typische Auslöser:

  • Wirtschaftsdaten-Veröffentlichungen (z.B. US-Arbeitsmarktbericht, EZB-Zinsentscheid)
  • Politische Ereignisse mit unmittelbarer Marktreaktion
  • Geringe Handelsvolumina außerhalb der Haupthandelszeiten
  • Exotische Währungspaare mit geringer Markttiefe

Slippage kann positiv oder negativ sein. In der Praxis überwiegt für Retail-Trader die negative Slippage, also ein schlechterer Einstiegskurs als erwartet. ESMA-regulierte Broker sind verpflichtet, über dieses Risiko transparent zu informieren.

Vollständige Ausführung als Prinzip

Market Orders werden im CFD-Handel in der Regel nur ausgeführt, wenn die Order vollständig bedient werden kann. Partielle Ausführungen, wie sie an Aktienbörsen vorkommen, sind bei CFD-Brokern weniger üblich. Das gibt Ihnen als Einsteiger eine klare Planungsgrundlage: Entweder ist die Position vollständig offen - oder gar nicht.

Wichtiger Hinweis: Market Order immer mit Stop-Loss kombinieren

Eine Market Order öffnet Ihre Position sofort - aber ohne Stop-Loss haben Sie kein automatisches Sicherheitsnetz. Gerade im gehebelten CFD- und Forex-Handel können sich Verluste schnell aufschaukeln. Setzen Sie Stop-Loss und idealerweise Take-Profit direkt beim Platzieren der Market Order. Mehr zum Thema Risikoschutz finden Sie in unserem Artikel <a href="/wie-funktioniert-ein-stop-loss-im-forex-trading">Wie funktioniert ein Stop-Loss im Forex Trading?

Market Order vs. Limit Order: Der entscheidende Unterschied

Die Gegenüberstellung von Market Order und Limit Order ist eine der ersten Lektionen im Forex-Trading. Beide Ordertypen haben ihren Platz - aber sie lösen unterschiedliche Probleme.

Eine Limit Order legt einen Maximalpreis (beim Kauf) oder Minimalpreis (beim Verkauf) fest. Sie wird nur ausgeführt, wenn der Markt dieses Niveau erreicht. Das gibt Ihnen Preiskontrolle, aber keine Ausführungsgarantie. Wenn der Markt Ihr Limit nie berührt, bleibt die Order offen - oder verfällt.

Eine Market Order dreht diese Logik um: Ausführung ist sicher, Preis ist variabel.

Wann welcher Ordertyp sinnvoll ist

  • Market Order: Sie haben eine klare Entscheidung getroffen und wollen sofort im Markt sein. Der Einstiegskurs ist Ihnen innerhalb einer akzeptablen Spanne egal. Typisch für Intraday-Trader und Scalper.
  • Limit Order: Sie warten auf einen bestimmten Kurs, z.B. einen Rücksetzer auf eine Unterstützungszone. Sie wollen nicht zu jedem Preis einsteigen, sondern nur zu Ihren Bedingungen.

Für Einsteiger gilt: Market Orders sind einfacher zu verstehen und zu platzieren. Limit Orders erfordern ein gewisses Verständnis von Kursniveaus und technischer Analyse. Unsere Einführung in technische Analyse im Forex Trading hilft dabei, Limit-Order-Niveaus sinnvoll zu wählen.

Beide Ordertypen ergänzen sich. Viele erfahrene Trader nutzen Market Orders für schnelle Einstiege und Limit Orders für geplante Positionen oder Teilausstiege. Als Anfänger ist es sinnvoll, mit Market Orders zu beginnen und Limit Orders schrittweise zu ergänzen.

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Häufige Fragen zur Market Order im Forex-Trading

Was ist der Unterschied zwischen einer Market Order und einer Limit Order?
Eine Market Order wird sofort zum aktuell besten verfügbaren Kurs ausgeführt - Ausführung ist garantiert, der Preis nicht. Eine Limit Order wird nur zu einem von Ihnen festgelegten Preis oder besser ausgeführt - der Preis ist garantiert, die Ausführung nicht. Für schnelle Einstiege eignet sich die Market Order, für geplante Einstiege zu bestimmten Kursniveaus die Limit Order.
Was bedeutet Slippage bei einer Market Order?
Slippage bezeichnet die Abweichung zwischen dem angezeigten Kurs beim Klick und dem tatsächlichen Ausführungskurs. Sie entsteht, weil Märkte sich zwischen Ordererteilung und Ausführung bewegen können. Slippage tritt besonders häufig bei Nachrichtenveröffentlichungen, geringer Liquidität oder exotischen Währungspaaren auf. Bei liquiden Majors wie EUR/USD ist sie in ruhigen Marktphasen meist minimal.
Kann ich bei einer Market Order einen Preis festlegen?
Nein. Das ist der grundlegende Unterschied zu einer Limit Order. Bei einer Market Order geben Sie keinen Wunschpreis an. Sie akzeptieren den aktuell besten verfügbaren Kurs im Markt. Wenn Sie einen bestimmten Einstiegskurs anstreben, benötigen Sie eine Limit Order oder eine Stop Order.
Wann sollte ich als Anfänger eine Market Order verwenden?
Market Orders eignen sich, wenn Sie sofort in den Markt einsteigen möchten und der genaue Einstiegskurs innerhalb einer akzeptablen Spanne liegt. Ideal bei klaren Handelssignalen in liquiden Märkten wie EUR/USD oder DAX-CFDs. Vermeiden Sie Market Orders bei wichtigen Wirtschaftsdaten-Veröffentlichungen, da Slippage dann erheblich sein kann.
Muss ich bei einer Market Order einen Stop-Loss setzen?
Technisch gesehen ist ein Stop-Loss kein Pflichtfeld. Praktisch ist er aber unverzichtbar, besonders im gehebelten CFD- und Forex-Handel. Ohne Stop-Loss kann eine Position theoretisch bis zur Erschöpfung Ihres Kontos laufen. Setzen Sie Stop-Loss und Take-Profit direkt beim Platzieren der Market Order - die meisten Broker erlauben das im selben Orderticket.
Wie hoch ist der Spread bei einer Market Order?
Der Spread hängt vom Broker, dem Instrument und der Marktphase ab. Bei regulierten Brokern liegt der Spread für EUR/USD in ruhigen Marktphasen oft unter 1 Pip. Bei exotischen Paaren oder außerhalb der Haupthandelszeiten kann er deutlich höher sein. Der Spread ist Ihr sofortiger Kostennachteil beim Einstieg via Market Order.
Werden Market Orders im CFD-Handel immer vollständig ausgeführt?
Bei den meisten CFD-Brokern werden Market Orders nur ausgeführt, wenn sie vollständig bedient werden können. Partielle Ausführungen sind im CFD-Handel weniger üblich als an Aktienbörsen. Wenn nicht ausreichend Liquidität vorhanden ist, kann die Order abgelehnt werden - in der Praxis passiert das bei liquiden Instrumenten aber selten.

Quellen und Referenzen

  1. [1] Market Order Erklärung - Orderarten im Überblick - Finanzradar.de (Abgerufen: Jan 15, 2026)
  2. [2] Ordertypen und Orderarten im Trading - Kagels Trading (Abgerufen: Jan 15, 2026)
  3. [3] Market Orders Explained - Forex.com (Abgerufen: Jan 15, 2026)
  4. [4] Market Order - Ausbildung - XTB (Abgerufen: Jan 15, 2026)
  5. [5] Orders: Market, Limit, Stop - Kauf und Verkauf im Forex Trading - LiteForex (Abgerufen: Jan 15, 2026)
  6. [6] Orderarten im Devisenhandel - IG Academy - IG (Abgerufen: Jan 15, 2026)
  7. [7] Ordertypen im CFD-Handel (PDF) - S Broker (Abgerufen: Jan 15, 2026)
  8. [8] Using Orders to Open Positions - Trading Academy - Forex.com Deutschland (Abgerufen: Jan 15, 2026)
  9. [9] Market Order - Forex Terminologie - InvestingGoal.de (Abgerufen: Jan 15, 2026)
  10. [10] Market Order vs Limit Order - Differences Explained - IG (Abgerufen: Jan 15, 2026)
  11. [11] Ordertypen - Libertex Blog - Libertex (Abgerufen: Jan 15, 2026)
  12. [12] Order Types - FINRA Investor Information - FINRA (Abgerufen: Jan 15, 2026)
  13. [13] Market Order vs Limit Order - BrokerChampion - BrokerChampion (Abgerufen: Jan 15, 2026)
  14. [14] Investor Bulletin: Trading Basics - U.S. Securities and Exchange Commission (Investor.gov) (Abgerufen: Jan 15, 2026)
  15. [15] Market Order vs Limit Order - IG Schweiz - IG Schweiz (Abgerufen: Jan 15, 2026)
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