Forex Brokers Deutschland

Take-Profit richtig setzen im Forex Trading

Gewinnziele automatisch sichern: So schützen Sie Ihre Gewinne, bevor der Markt dreht

Thomas Weber
By Thomas Weber Senior Finanzanalyst
Schnelle Antwort

Was ist ein Take-Profit und wie setze ich ihn richtig?

Ein Take-Profit ist eine automatische Order, die Ihre offene Forex- oder CFD-Position schließt, sobald der Kurs Ihr vorher festgelegtes Gewinnziel erreicht. Richtig gesetzt wird er an technischen Chart-Marken (Widerstände, Hochs) und mindestens doppelt so weit vom Einstieg entfernt wie der Stop-Loss - also bei einem Chance-Risiko-Verhältnis von mindestens 1:2.

Basierend auf aktuellen Ausbildungsressourcen und Broker-Plattformanalysen (2026)

Warum der Take-Profit für Einsteiger unverzichtbar ist

Stellen Sie sich vor, Sie haben einen erfolgreichen Trade eröffnet. Der Kurs steigt, Ihr Gewinn wächst - und dann dreht der Markt plötzlich, bevor Sie reagieren konnten. Was eben noch ein schöner Gewinn war, ist nun ein Verlust. Genau dieses Szenario erleben viele Anfänger im Forex Trading, und genau hier setzt der Take-Profit an.

Der Take-Profit (TP) ist eine automatische Gewinnmitnahme-Order. Sie legen vor Trade-Eröffnung fest, bei welchem Kurs Ihre Position mit Gewinn geschlossen werden soll - das System erledigt den Rest, ohne dass Sie am Bildschirm sitzen müssen. Für Einsteiger ist das ein enormer Vorteil, denn Emotionen wie Gier oder Angst gehören zu den häufigsten Ursachen für unnötige Verluste.

Aktuelle Trading-Guides aus 2025 und 2026 sind sich einig: Kein Trade ohne Take-Profit und Stop-Loss. Beide Orders zusammen bilden das Risikoprofil eines Trades und machen den Unterschied zwischen planvollem Handeln und reinem Glücksspiel. Laut Branchenstatistiken verlieren rund 74 bis 78 % der Retail-CFD-Trader Geld - ein wesentlicher Grund dafür ist fehlendes Risikomanagement, also das Fehlen klarer Gewinnziele und Verlustgrenzen.

Für den deutschen Markt gilt außerdem: Die ESMA-Regelungen begrenzen den Hebel für Retail-Trader auf maximal 1:30 bei Haupt-Währungspaaren. Das bedeutet, dass schon kleine Kursbewegungen spürbare Auswirkungen auf Ihr Konto haben können. Ein gut gesetzter Take-Profit schützt Ihre Gewinne in genau diesen Momenten. Mehr zum Thema Kapitalschutz beim CFD-Handel mit Hebel finden Sie in unserem ausführlichen Leitfaden.

Take-Profit Forex Erklärung: So funktioniert die Order genau

Ein Take-Profit ist technisch gesehen eine Limit-Order. Sie wird ausgeführt, sobald der Marktpreis das von Ihnen festgelegte Niveau erreicht oder überschreitet. Das Gegenstück ist der Stop-Loss, der Ihren Verlust begrenzt. Beide Orders zusammen ergeben erst ein vollständiges Bild.

Long- vs. Short-Positionen

  • Long-Position (Kauf): Sie erwarten steigende Kurse. Der Take-Profit liegt oberhalb des aktuellen Kurses - der Trade schließt automatisch mit Gewinn, wenn der Kurs steigt.
  • Short-Position (Verkauf): Sie erwarten fallende Kurse. Der Take-Profit liegt unterhalb des aktuellen Kurses - der Trade schließt automatisch mit Gewinn, wenn der Kurs fällt.

Ein konkretes Beispiel

Angenommen, Sie kaufen EUR/USD bei 1,0850. Ihr Stop-Loss liegt bei 1,0800 - das sind 50 Pips Risiko. Bei einem Chance-Risiko-Verhältnis von 1:2 setzen Sie Ihren Take-Profit bei 1,0950, also 100 Pips über dem Einstieg. Wird dieses Niveau erreicht, schließt die Plattform Ihren Trade automatisch und sichert den Gewinn.

Was passiert, wenn der TP nicht erreicht wird?

Bleibt der Kurs unter Ihrem Take-Profit-Niveau, bleibt die Position offen. Der TP wird nicht ausgelöst. Erst wenn der Zielkurs tatsächlich erreicht wird - oder der Stop-Loss greift - wird die Position geschlossen. Das macht eine realistische Zielsetzung so wichtig: Ein Take-Profit, der nie erreicht wird, nützt nichts. Mehr zu den Grundlagen des CFD-Handels für Anfänger finden Sie in unserem Einsteiger-Guide.

Wichtige Regel: Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV)

Setzen Sie Ihren Take-Profit immer in Relation zum Stop-Loss. Als Faustregel gilt: Das CRV sollte mindestens 1:2 betragen - Ihr angestrebter Gewinn muss also mindestens doppelt so groß sein wie Ihr möglicher Verlust. Bei einem Stop-Loss von 50 Pips bedeutet das einen Take-Profit von mindestens 100 Pips. Mit einem CRV von 1:2 können Sie langfristig profitabel handeln, selbst wenn nur jeder zweite Trade erfolgreich ist.

Gewinnziel CFD Trading: So setzen Sie den Take-Profit richtig

Die häufigste Frage von Einsteigern lautet: Woher weiß ich, wo ich meinen Take-Profit setzen soll? Die Antwort liegt in der Chartanalyse. Ein gut gewähltes Gewinnziel orientiert sich nicht an Wunschdenken, sondern an dem, was der Chart tatsächlich zeigt.

Schritt für Schritt: Take-Profit setzen

  1. Stop-Loss zuerst definieren: Legen Sie fest, wo Ihre Verlustgrenze liegt - typischerweise unter einem wichtigen Swing-Tief (bei Long) oder über einem Swing-Hoch (bei Short). Erst dann ergibt der TP Sinn.
  2. CRV berechnen: Multiplizieren Sie den Stop-Loss-Abstand mit mindestens 2. Das ist Ihr Mindest-Gewinnziel in Pips.
  3. Nächste relevante Chart-Marke identifizieren: Schauen Sie, wo im Chart der nächste bedeutende Widerstand (bei Long) oder die nächste Unterstützung (bei Short) liegt. Das ist Ihr natürliches Ziel.
  4. TP knapp vor die Marke setzen: Platzieren Sie den Take-Profit leicht vor dem Niveau, nicht direkt darauf. Kurse drehen häufig, bevor sie eine runde Zahl oder bekannte Marke exakt treffen.
  5. Order eingeben: In der Ordermaske Ihrer Plattform tragen Sie den TP-Kurs ein und bestätigen den Trade.

Ein häufiger Fehler

Viele Anfänger setzen ihren Take-Profit zu weit entfernt - aus dem Wunsch heraus, möglichst viel zu verdienen. Das führt dazu, dass Trades das Ziel nie erreichen und mit Stop-Loss enden. Realistisch ist besser als optimistisch. Schauen Sie sich auch unsere Seite zu Forex-Handelsplänen an - ein schriftlicher Plan zwingt zur Disziplin.

Take-Profit setzen als Anfänger: Praktisch auf der Libertex-Plattform

Theorie ist gut, Praxis ist besser. Libertex bietet für Einsteiger eine besonders intuitive Möglichkeit, Take-Profit und Stop-Loss direkt im Chart zu setzen - ohne Zahleneingabe in komplexen Masken.

TP/SL direkt im Chart der Libertex-App

  1. Gewünschten CFD auswählen (z. B. EUR/USD oder DAX 40).
  2. Position eröffnen (Kauf oder Verkauf).
  3. Das TP/SL-Icon antippen, um in den Chart-Bearbeitungsmodus zu wechseln.
  4. Die grüne TP-Linie per Finger an die gewünschte Kursmarke ziehen.
  5. Die rote SL-Linie entsprechend an die Verlustgrenze ziehen.
  6. Bestätigen - beide Orders sind sofort aktiv.

Was das für Einsteiger bedeutet: Sie sehen visuell im Chart, wie groß der Abstand in Pips ist und wo genau Ihr Gewinnziel im Verhältnis zu aktuellen Kursmarken liegt. Das macht Fehler deutlich unwahrscheinlicher als die reine Zahleneingabe.

Quick Take Profit: Schneller zum Ziel

Libertex bewirbt außerdem eine Quick Take Profit-Funktion in der mobilen App. Diese ermöglicht es, ein Standard-Gewinnziel besonders schnell zu setzen - ohne langes Ausfüllen der Ordermaske. Für unterwegs ein praktisches Feature, solange Sie dabei trotzdem ein sinnvolles CRV und relevante Chart-Niveaus berücksichtigen.

Demo-Konto: Üben ohne Risiko

Libertex stellt ein zeitlich unbegrenztes Demo-Konto mit rund 50.000 $ virtuellem Guthaben zur Verfügung. Sie können den Betrag reduzieren, um realistisches Geldmanagement zu simulieren. Das Demo läuft sowohl auf der proprietären Libertex-Plattform als auch auf MT4 und MT5. Mehr zum Thema Demo-Konten finden Sie in unserem Artikel Was ist ein Demokonto? Testen Sie dort verschiedene CRVs und Gewinnzielstrategien - ohne einen Cent echtes Geld zu riskieren.

Libertex

Libertex

4.4

Take-Profit und Stop-Loss visuell per Fingerwisch im Chart setzen

Min. Einzahlung: $100

Broker Besuchen

Risiken und häufige Fehler beim Take-Profit

Ein Take-Profit ist kein Allheilmittel. Wer ihn falsch einsetzt, schafft sich neue Probleme - auch wenn die Grundidee richtig ist. Aktuelle Einsteiger-Guides aus 2025 und 2026 benennen drei häufige Fallstricke.

Zu enger Take-Profit

Viele Anfänger setzen ihr Gewinnziel sehr nah am Einstiegskurs, weil sie schnell Gewinne realisieren möchten. Das Ergebnis: viele kleine Gewinne, aber hohe Transaktionskosten durch Spreads und das Verpassen echter Trendbewegungen. Wer bei EUR/USD einen Spread von 1,0 Pips zahlt und nur 5 Pips Gewinn anstrebt, arbeitet gegen sich selbst.

Zu weiter Take-Profit

Das andere Extrem: Ein Gewinnziel, das so weit entfernt liegt, dass es realistisch nie erreicht wird. Trades enden dann meist am Stop-Loss, während der TP unangetastet bleibt. Das frustriert und kostet Kapital. Aktuelle Guides empfehlen, zu prüfen: Wurde mein TP in den letzten 10 bis 20 Trades mindestens einmal erreicht? Wenn nein, ist er wahrscheinlich zu weit gesetzt.

Slippage beim Take-Profit

Wie beim Stop-Loss kann auch der Take-Profit bei sehr volatilen Märkten mit Slippage ausgeführt werden - also leicht vom gewünschten Kurs abweichend. Das passiert vor allem bei Krypto-CFDs oder während wichtiger Wirtschaftsnachrichten. Slippage ist ein normaler Marktmechanismus, kein Fehler des Brokers. Für deutsche Trader gilt: Beachten Sie auch die steuerliche Seite. Gewinne aus CFD-Trades unterliegen der Abgeltungssteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag (gesamt ca. 26,375 %). Mehr dazu in unserem Artikel zu Forex Trading Steuern in Deutschland.

Häufige Fragen zum Take-Profit

Was ist ein Take-Profit im Forex Trading genau?
Ein Take-Profit ist eine automatische Limit-Order, die Ihre offene Position schließt, sobald der Marktpreis ein von Ihnen festgelegtes Gewinnziel erreicht. Er funktioniert ohne manuelles Eingreifen und schützt realisierte Gewinne, bevor der Markt drehen kann. Für Long-Positionen liegt er oberhalb, für Short-Positionen unterhalb des Einstiegskurses.
Wie weit entfernt sollte der Take-Profit vom Einstiegskurs sein?
Als Faustregel empfehlen aktuelle Trading-Guides ein Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) von mindestens 1:2. Das bedeutet: Wenn Ihr Stop-Loss 50 Pips entfernt ist, sollte Ihr Take-Profit mindestens 100 Pips vom Einstieg entfernt liegen. Orientieren Sie sich dabei an realistischen Chart-Marken wie Widerständen oder Hochs - nicht an Wunschdenken.
Kann ich den Take-Profit nach dem Eröffnen eines Trades noch ändern?
Ja, die meisten Plattformen - darunter Libertex, MT4 und MT5 - erlauben es, Take-Profit und Stop-Loss nach Trade-Eröffnung jederzeit anzupassen. Bei Libertex können Sie die TP-Linie direkt im Chart verschieben. Dennoch empfehlen Experten, Änderungen nur auf Basis einer klaren Strategie vorzunehmen, nicht aus Emotionen heraus.
Was ist der Unterschied zwischen Take-Profit und Stop-Loss?
Der Stop-Loss begrenzt Ihren maximalen Verlust: Er schließt die Position, wenn der Kurs gegen Sie läuft. Der Take-Profit sichert Ihren Gewinn: Er schließt die Position, wenn der Kurs Ihr Ziel erreicht. Beide Orders zusammen bilden das vollständige Risikoprofil eines Trades. Mehr dazu finden Sie in unserem Artikel zum <a href='/wie-funktioniert-ein-stop-loss-im-forex-trading'>Stop-Loss im Forex Trading.
Was passiert, wenn der Take-Profit nicht erreicht wird?
Wird das Take-Profit-Niveau nicht erreicht, bleibt die Position offen. Sie bleibt so lange aktiv, bis entweder der Take-Profit, der Stop-Loss oder eine manuelle Schließung greift. Das ist der Grund, warum realistische Gewinnziele so wichtig sind: Ein TP, der nie erreicht wird, schützt Sie nicht.
Wie setze ich einen Take-Profit als Anfänger bei Libertex?
Bei Libertex können Sie den Take-Profit direkt im Chart der mobilen App setzen: Position eröffnen, das TP/SL-Icon antippen und die grüne TP-Linie per Finger an die gewünschte Kursmarke ziehen. Alternativ geben Sie den Zielkurs direkt in der Ordermaske ein. Empfehlenswert: Üben Sie das zuerst im kostenlosen Demo-Konto mit 50.000 $ virtuellem Guthaben.
Muss ich beim Take-Profit Steuern zahlen?
Ja. Gewinne aus Forex- und CFD-Trades, die durch einen Take-Profit realisiert werden, unterliegen in Deutschland der Abgeltungssteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag - insgesamt ca. 26,375 %. Der jährliche Sparerpauschbetrag von 1.000 EUR (2.000 EUR für Ehepaare) bleibt steuerfrei. Bei ausländischen Brokern müssen Sie die Gewinne selbst via Anlage KAP in der Steuererklärung angeben. Details finden Sie in unserem Artikel zu <a href='/forex-trading-steuern-deutschland'>Forex Trading Steuern Deutschland.

Quellen und Referenzen

  1. [1] Take-Profit Order - Erklärung und Definition - Finanzradar.de (Abgerufen: Jan 15, 2026)
  2. [2] How to Use Stop Loss and Take Profit in Forex Trading - Admiral Markets (Abgerufen: Jan 15, 2026)
  3. [3] Stop Losses and Take Profits - Trading Academy - Forex.com (Abgerufen: Jan 15, 2026)
  4. [4] Stop-Loss und Take-Profit - Erklärung für Trader - Admiral Markets Deutschland (Abgerufen: Jan 15, 2026)
  5. [5] Libertex MT5 Demo - Plattform und Features - Libertex (Abgerufen: Jan 15, 2026)
  6. [6] Libertex Demo Account Review - DailyForex (Abgerufen: Jan 15, 2026)
  7. [7] How to Use Stop Loss and Take Profit - Trade500 (Abgerufen: Jan 15, 2026)
  8. [9] Take Profit Orders - Erklärung und Anwendung - LiteFinance (Abgerufen: Jan 15, 2026)
  9. [10] Libertex Copy Trading Features - Libertex (Abgerufen: Jan 15, 2026)
  10. [11] Take-Profit - Lexikon - Trading.de (Abgerufen: Jan 15, 2026)
  11. [12] Libertex Features - Quick Take Profit und weitere Funktionen - Libertex (Abgerufen: Jan 15, 2026)
  12. [13] Setting Take Profit and Stop Loss Orders in Chart (Mobile App) - Libertex Support (Abgerufen: Jan 15, 2026)
  13. [14] Libertex Account Types Review - DailyForex (Abgerufen: Jan 15, 2026)
  14. [15] Libertex Demo-Konto - Anmeldung und Nutzung - Libertex (Abgerufen: Jan 15, 2026)

Related Content